Mit Flügel, Wurlitzer-Klavier und Laptop schickt Ulrike Haage ihre Hörer auf eine akustische Reise, legt ihnen Bilder vor, die jene angenehme Verstörtheit zurücklassen, die einen in Anbetracht des Fremden ergreift. Dabei geht es nicht um farbenfrohe Landschaftsmalerei, eher um verhaltene Kompositionen mit subtilen Klangverfremdungen, um ein kartografisches Erfassen der inneren Erregung. Kein Ton ist zu viel, kein Klang nur der Gewohnheit geschuldet: Die Welt ist ihr Klang, viele Klänge.
(DIE ZEIT)