»ICH WILL LIEBER SCHWEIGEN ...«

von Roswitha und Will Quadflieg

»ICH WILL LIEBER SCHWEIGEN ...«
»ICH WILL LIEBER SCHWEIGEN ...«
»ICH WILL LIEBER SCHWEIGEN ...«
Ein atemberaubend spannendes Gespräch mit der Vergangenheit,
das weder in der Pose der Anklage erstarrt noch etwas beschönigen
will.
Berliner Morgenpost
Eine Entdeckung geprägt von Empathie, aber auch von immer größer
werdendem Unbehagen.
Der Freitag
… ein außergewöhnliches Zeitdokument.
RBB
… eine beeindruckende Vater-Befragung.
Tagesspiegel
„Ich will lieber Schweigen“ dokumentiert den einzigen Weg zur Ge-
schichte, der möglich ist: verstehen zu wollen und dabei der Tatsache
ins Auge zu blicken, dass die Handelnden der Welt von gestern den
Heutigen auf immer entrückt bleiben werden.
Der Spiegel

Termine

  • "ICH WILL LIEBER SCHWEIGEN ..."

  • 29.03.2026

    BERLIN,  Schloßparktheater (in Anwesenheit der Autorin Roswitha Quadflieg),  20:00 Uhr,
    Karten 030 - 78 95 66 71 00
  • 26.09.2026

    CUXHAVEN,  Schloß Ritzebüttel,  20:00 Uhr,  Karten:  04721 - 72 18 12
  • 09.11.2026

    VERL,  Literaturtage

LESLIE MALTON und FELIX von MANTEUFFEL
lesen aus
„ICH WILL LIEBER SCHWEIGEN …“
von
Will und Roswitha Quadflieg.

Will Quadflieg, einer der berühmtesten Schauspieler seiner Zeit, führt von März 1945 bis
zum September 1946 Tagebuch. Er beschreibt, wie er das Ende des Zweiten Weltkriegs
erlebt. Die Rote Armee rückt täglich näher an Berlin heran. Angst und Verzweiflung gras-
sieren unter der Zivilbevölkerung. Quadflieg will seine Gedanken und Gefühle festhalten,
vor allem für seine Frau Benita, die mit den gemeinsamen Kindern nach Schweden geflo-
hen ist.

Roswitha Quadflieg, Tochter des Schauspielers, findet dieses Tagebuch zusammen mit
zahlreichen Briefen des Vaters nach dem Tod ihrer Mutter – und beginnt, die 104 Tage im
Leben ihres Vaters zu rekonstruieren. Er ist in dieser Zeit in einem völlig zerstörten
Deutschland unterwegs und steht noch in den letzten Monaten des „Dritten Reiches“ auf
Theaterbühnen.

Zwischen Vater und Tochter entwickelt sich ein imaginärer Dialog. Roswitha Quadflieg er-
gänzt, was ihr Vater übersehen und verschweigen wollte – und konfrontiert ihn posthum
damit. So geht es in diesem Gespräch nicht nur um Flucht, Angst, Liebe und die Behaup-
tung einer richtigen deutschen Kultur. Sondern auch um Schuld, um falsche Sprache, um
Lüge und Selbstlüge.

Leslie Malton und Felix von Manteuffel bringen diesen Dialog zwischen Tochter und Vater
nun als Lesung auf die Bühne. Als erhellendes Zwiegespräch. Als beeindruckende Be-
weisaufnahme. Es wird nicht angeklagt, aber es wird auch nichts beschönigt. Da spricht
Will Quadflieg, ein Mann, der seine Karriere verfolgen und seine Familie ernähren will
– und für die deutsche Sprache eine Kathedrale baut. Und die Tochter hält dagegen. Sie
will verstehen, vor allem aber ergänzt sie, was der Vater unerwähnt läßt: Den Kontext
des Kriegsverlaufs, die Zwangsarbeiterlager der Nationalsozialisten, die Einschläge der
Bomben.

Hauptmann Entertainment